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Puma fertigt erstmals «Fair-Trade»-Ball

Pilotprojekt: Zunächst 5000 Exemplare für die Initiative «Club der guten Hoffnung»
 Puma fertigt erstmals «Fair-Trade»-Ball
Foto: Puma
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HERZOGENAURACH - Puma hat im Rahmen einer Kampagne zur Bekämpfung von Jugendkriminalität in Südafrika erstmalig Fußbälle unter den Bedingungen des fairen Handels hergestellt.

In Kooperation mit der Bayerischen Staatsregierung und dem Internationalen Katholischen Missionswerk «missio» liefert Puma in einem Pilotprojekt für die Initiative «Club der guten Hoffnung» zunächst 5000 Fairtrade-gesiegelte Fußbälle, die unter anderem bei Fußballturnieren an bayerischen und südafrikanischen Schulen eingesetzt werden.

Der langjährige Puma-Hersteller von Fußbällen, Ali Trading in Pakistan, wurde zu diesem Zweck auf die Einhaltung der Fairtrade-Standards kontrolliert und von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft FLO-CERT zertifiziert und anerkannt.

Gegen Jugendgewalt

«Wir freuen uns, dass wir diese Initiative durch Puma-Fußbälle mit dem Fairtrade-Siegel unterstützen können», sagte Horst Widmann, Vice President von Puma. «Im Rahmen der Fußballturniere werden Jugendliche auf friedliche Weise zusammengebracht und damit der Jugendgewalt entgegengewirkt. Gleichzeitig haben wir die Arbeitsbedingungen bei unserem Hersteller in Pakistan weiter optimiert.»

Der Präsident von missio in München, Pater Eric Englert (osa), nahm den fair gehandelten Ball für das Fußballturnier zwischen Jugendmannschaften in Bayern und Südafrika von Horst Widmann entgegen und sagte: «Sicher werden sich die Jugendlichen über den Ball freuen. Die Begeisterung für Fußball verbindet Welten. Seelsorge, Bildungsprogramme und Sport gehen Hand in Hand bei der sozialen Integration benachteiligter Jugendlicher in Südafrika.»

Puma überprüft seit mehr als zehn Jahren die Einhaltung seines Verhaltenskodexes bei seinen Herstellern im Rahmen von Fabrik-Auditierungen und will dadurch gewährleisten, dass Kriterien wie Einhaltung der Menschenrechte, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von Kinderarbeit sowie die Zahlung von Mindestlöhnen Anwendung finden.

Des Weiteren kontrollieren Mitarbeiter der Puma-Abteilung für Umwelt und Soziales die Arbeitszeit der Arbeitnehmer, angefallene Überstunden, die vertragsgerechte Entlohnung, Gehaltslisten, Arbeitsverträge, die Einhaltung der Standards in Bezug auf Arbeitssicherheit, Hygienestandards sowie die ordnungsgemäße Müllentsorgung.

Zehn Prozent an Hersteller

Das unabhängige Fairtrade-Siegel soll garantieren, dass dem Puma-Hersteller in Pakistan eine Prämie von 10 Prozent des Einkaufspreises des Fußballs gezahlt wird, die er - nach demokratischer Abstimmung mit seinen Arbeitnehmern und Angestellten - für soziale, wirtschaftliche oder ökologische Entwicklungsprojekte innerhalb seines Betriebes verwenden muss.

Die Präsentation des Fußballs fand gestern im bayerischen Kultusministerium in München im Rahmen der Vorstellung der Initiative «Club der guten Hoffnung» statt.

Ball in Banz

Puma stellte den «Fair-Trade»-Ball außerdem auf seinem jährlichen Treffen mit kritischen Interessengruppen (Stakeholdern) vor, das zeitgleich zum sechsten Mal im Kloster Banz stattfand.
18.11.2008
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